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18.04.2011

Vom Nischenphänomen zum Standard: Drei Viertel der Internetnutzer sozial vernetzt

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BITKOM-Studie zur Nutzung von Social Media in Deutschland

Drei Viertel der Internetnutzer sind in Online-Communities aktiv, in Zahlen sind das ganze 40 Millionen Bundesbürger.
2010 waren es erst 30 Millionen, d.h. innerhalb kürzester Zeit haben sich soziale Netzwerke von „einem Nischenphänomen zum Internet-Standard entwickelt" so Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM.

Halb Deutschland in Social Networks?

Teilweise sogar noch mehr. Schaut man sich die Gruppe der unter 30-Jährigen Internetnutzer an, so sind sogar 96 Prozent Mitglied einer Social Community. Hier ergab sich eine Steigerung von sechs Prozentpunkten im Vergleich zu 2010. Laut Berg sind Community-Abstinenzler „in dieser Altersgruppe die absolute Ausnahme. Ohne Internet-Profil sind Jugendliche schnell out". Aber auch 80 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und immerhin jeder Zweite über 50 haben ein Profil in mindestens einem Netzwerk. Der Trend geht dabei zum Zweit- und Drittnetzwerk.

Zahlen und Fakten: Communities, Kontakte, Nutzungsdauer und -gründe

Durchschnittlich sind die Mitglieder in 2,4 Communities angemeldet und unterhalten dort im Schnitt insgesamt 133 Kontakte.

Jüngere Nutzer sind dabei kontaktfreudiger. Fast jeder Dritte unter 30 hat über 200 Personen in seiner Kontaktliste, Nutzer ab 50 hingegen begnügen sich größtenteils mit weniger als 30 Freunden. Auch die Nutzungsdauer variiert sehr stark. 11 Prozent ordnet BITKOM als Heavy User ein, diese verbringen täglich mehr als 2 Stunden in den Netzwerken. Frauen liegen in der Community-Nutzung mit 80 zu 74 Prozent deutlich vor Männern.

Warum sind die Menschen in Social Networks aktiv? Die meisten Mitglieder (73 Prozent) pflegen Freundschaften und informieren sich über Veranstaltungen und Treffen (50 Prozent). Jeder dritte fand über Social Communitys neue Freunde, sechs Prozent lernten so ihren Lebenspartner kennen, fünf Prozent machten erotische Bekanntschaften. Auch im Berufsleben steigt die Bedeutung der sozialen Netzwerke. Sieben Prozent der Community-Nutzer konnten darüber berufliche Kontakte knüpfen, elf Prozent haben ihre Allgemeinbildung verbessert.

Überwiegend positive Erfahrungen

Die meisten Menschen machen ausschließlich gute Erfahrungen in den Networks, nur jeder dritte weiß auch einmal Negatives zu berichten. Dabei am störendsten: unangenehme Kontaktanfragen, über die sich jeder vierte Community-Nutzer beschwert. Insbesondere Frauen haben auch schon anzügliche Nachrichten erhalten. 15 Prozent der Frauen berichten von solchen Erfahrungen, gegenüber lediglich 4 Prozent der Männer.

Am Datenschutz scheiden sich die Geister

Ein Thema, das immer aktuell ist, ist der Datenschutz. Die eine Hälfte der Nutzer macht ihre Daten prinzipiell für alle zugänglich, die andere Hälfte schränkt den Zugriff bewusst ein. „Der Sinn von sozialen Netzwerken liegt in der Kommunikation und im Informationsaustausch. Wer nichts von sich erzählt, wird schwerlich Kontakte finden. Dabei sollte jeder Nutzer verantwortungsvoll mit seinen eigenen Daten umgehen und sich auf das beschränken, was für das jeweilige Netzwerk wirklich wichtig ist", sagt Berg. Deshalb empfiehlt BITKOM bei der Wahl eines sozialen Netzwerks vorher genau dessen Datenschutzbestimmungen durchzulesen und die möglichen Datenschutzeinstellungen gezielt einzurichten.

Zur Methodik der Umfrage

Im Auftrag des BITKOM befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa deutschlandweit 1.001 deutschsprachige Internetnutzer ab 14 Jahren. Die Umfrage ist repräsentativ.

Hier geht es direkt zur Bitkom


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